Bergschule in Bad Kösen wiedereröffnet

Umfassende Sanierung mit Maßnahmen zu Brandschutz und Barrierefreiheit sowie rund 8,2 Millionen Euro Kosten

Bergschule in Bad Kösen wiedereröffnet
Bergschule in Bad Kösen feierlich wiedereröffnet (Sanierung, Rückkehr an den Kirchplatz).Foto: naumburg-stadt.deBild 1 von 2

Nach acht Jahren ist die Bergschule an ihren ursprünglichen Standort am Kirchplatz in Bad Kösen zurückgekehrt. Am Freitag, dem 28. August 2026, wurde der traditionsreiche Schulstandort im Zentrum der Altstadt nach umfassender Sanierung feierlich wiedereröffnet.

Die Feier wurde von einem bunten Programm begleitet, an dem sich auch die Schülerinnen und Schüler beteiligten. Zu den Gästen zählten unter anderem Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, sowie Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt.

Umfassende Sanierung und neue Ausstattung

Die Bergschule wurde bereits 1892 eröffnet und zählt zu den historisch gewachsenen Schulstandorten in Bad Kösen. 1974 wurde das Gebäude durch einen Anbau erweitert. Wegen technischer Mängel, insbesondere an der Elektroanlage und beim Brandschutz, mussten Schule und Hort im Sommer 2018 kurzfristig in die ehemalige Borlachschule, eine Liegenschaft des Burgenlandkreises, umziehen.

Im Zuge der Sanierung wurde die Grundschule grundhaft erneuert und an die heutigen Anforderungen an einen modernen, sicheren und kindgerechten Schulstandort angepasst. Neben der Erneuerung der Gebäudesubstanz wurde das Brandschutzkonzept umgesetzt, unter anderem durch die Anpassung und Herstellung der erforderlichen Fluchtwege. Außerdem wurde die Barrierefreiheit durch den Einbau eines Aufzugs und barrierefreie Sanitäranlagen hergestellt. Hinzu kamen Maßnahmen zum Schallschutz sowie eine Neugestaltung der Außenanlagen.

Die insgesamt vier Ebenen umfassen unter anderem ein „grünes Klassenzimmer“, einen „Naschgarten“, einen Spielplatz und eine Ballspielfläche. Damit soll die Schule vielfältige Möglichkeiten zum Lernen, Spielen und Bewegen bieten.

Finanzierung und Bedeutung für den Standort

Die Gesamtkosten für die Sanierung des Gebäudes und die Neugestaltung der Außenanlagen belaufen sich auf rund 8,2 Millionen Euro. Rund 5,5 Millionen Euro kamen aus Fördermitteln der Städtebauförderung. Diese Mittel stammen aus dem Investitionspakt „Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Integration, des sozialen Zusammenhalts im Quartier und zur Sanierung sozialer Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen“. Rund 2,7 Millionen Euro brachte die Stadt Naumburg als Eigenmittel auf.

Mit der Sanierung ist der Schulstandort nach Angaben der Mitteilung nachhaltig für die Kinder aus Bad Kösen und Umgebung sowie für die Kurkinder der Median-Kliniken gesichert. Die Bergschule ist eine integrative Grundschule mit kurtherapeutischer Ausrichtung und trägt seit 2015 die Zertifizierung „Gesunde Schule“. Derzeit lernen 164 Kinder an der Bergschule, 100 von ihnen besuchen auch den angeschlossenen Hort. Im Jahr 2027 feiert die Bergschule ihr 135-jähriges Bestehen.

Stimmen zur Wiedereröffnung

Oberbürgermeister Armin Müller bezeichnete die Wiedereröffnung als einen besonderen Tag für Bad Kösen und die Stadt Naumburg. Die umfassende Sanierung habe moderne und kindgerechte Bedingungen geschaffen und den Schulstandort nachhaltig für die Zukunft gesichert. Er dankte allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen hätten.

Schulleiterin Sandra Neunübel sagte, man kehre mit großer Freude in ein fast 135 Jahre altes Gebäude zurück. In dem Haus sollten auch künftig Tradition bewahrt und Zukunft gestaltet werden. Sie dankte allen, die die Sanierung und den Umzug möglich gemacht hätten.

Hortleiterin Susann Müller-Nielsen kündigte an, das frisch sanierte Haus nicht nur zu beziehen, sondern es mit Kinderlachen, Ideen, Bewegung, Kreativität und etwas Trubel zu füllen.

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