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Betreff: PM: Vom Dialog zur Umsetzung – Stadtteilentwicklung Stadtsee als gemeinsamer Prozess
Pressemitteilung
vom: 22.01.2026
Stendal Stadtsee sichern und stärken
Vom Dialog zur Umsetzung – Stadtteilentwicklung Stadtsee als gemeinsamer
Prozess
Die Hansestadt Stendal treibt die Entwicklung des Stadtteils Stadtsee
konsequent weiter voran. Im Mittelpunkt stand in den vergangenen Monaten
ein intensiver Beteiligungsprozess, der deutlich macht, dass
Stadtteilentwicklung am besten als gemeinsame Aufgabe von Stadtverwaltung,
Einrichtungen, Trägern, Vereinen und engagierten Akteurinnen und Akteuren
vor Ort gelingt.
Der mehrmonatige Dialogprozess im Stadtteil Stadtsee zeichnete sich dabei
durch einen klaren Ansatz aus: Der Fokus lag nicht auf einer reinen
Problembeschreibung, sondern auf der Entwicklung konkreter, umsetzbarer
Maßnahmen, die die Lebensqualität im Stadtteil nachhaltig verbessern und
das Sicherheits- und Zusammengehörigkeitsgefühl stärken.
Beteiligt waren neben der Stadtverwaltung und dem Stadtteilmanagement
zahlreiche Einrichtungen, Träger, Vereine sowie engagierte Menschen aus
dem Stadtteil. Diese breite Beteiligung hat gezeigt, wie viel Wissen,
Erfahrung und Gestaltungswille im Stadtteil vorhanden ist.
Aus dem Dialog sind eine Reihe konkreter Maßnahmen hervorgegangen, von
denen viele bereits angestoßen oder in der Umsetzung sind:
1. Einführung und Erprobung einer gemeinsamen Sprechstunde von Polizei und
Ordnungsamt im Stadtteil
- Anpassung des Formats nach Bedarf (Verlagerung auf öffentliche Plätze
zur besseren Erreichbarkeit)
- Ergänzt durch gemeinsame Schwerpunktkontrollen
2. Stärkung der Übergänge im Bildungsbereich
- Erneuerung von Kooperationsstrukturen zwischen Kita, Hort und Schule
- Gezielte Angebote in Ferienzeiten zur besseren Vorbereitung von Kindern
- Niedrigschwellige Elternansprache über Apps, Aushänge und mehrsprachige
Informationen
3. Ausbau von Sprachförderung und Unterstützung
- Lesepat:innen und niedrigschwellige Angebote
- Zentrale Schulungen für pädagogische Fachkräfte in Abstimmung mit dem
Landkreis denkbar (werden geprüft)
4. Stärkung von Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten
- Öffnung vorhandener Räume (z. B. Turnhallen, Außenanlagen)
- Kooperationen zwischen Schulen, Musik- und Kunstschule, Vereinen
- Vorbereitung einer Kultur- und Freizeitmesse, um Angebote sichtbar zu
machen und Zugänge zu erleichtern
- Ehrenamtslots:innen als verbindendes Element zwischen Angeboten und
Zielgruppen
5. Verbesserung des Wohnumfelds
- Prüfung und Verbesserung der Beleuchtung an relevanten Orten
- Videoüberwachung an sensiblen Punkten
- Nutzung bestehender Beteiligungs- und Meldeformate (z. B. Bürgermelder)
Die Ergebnisse zeigen, dass der Beteiligungsprozess konkrete und
realistische Maßnahmen hervorgebracht hat. Viele davon sind bereits in der
Umsetzung, andere werden gezielt weiterentwickelt und priorisiert. Damit
wird deutlich, dass Beteiligung nicht Selbstzweck ist, sondern zu
sichtbaren Verbesserungen im Stadtteil führt.
Als nächster Schritt ist ein Folgetermin mit dem Oberbürgermeister
geplant. Ziel ist es,
- offene Maßnahmen zu priorisieren,
- Zuständigkeiten zu klären und
- die Ergebnisse gezielt an die verantwortlichen Fachbereiche
weiterzugeben.
Die weitere Arbeit erfolgt bewusst in bestehenden Strukturen, ohne
zusätzliche Parallelformate aufzubauen. Ein regelmäßiger Abgleich soll
sicherstellen, dass überprüft wird, was wirkt und wo Anpassungen notwendig
sind.
Mit diesem Ansatz setzt die Hansestadt Stendal ein klares Zeichen: Der
Stadtteil Stadtsee wird nicht nur diskutiert, sondern aktiv gesichert und
gestärkt – gemeinsam, konkret und nachhaltig.
Bilder sind zu finden unter: https://rs.stendal.de/?c=11067&k=e9c64efeb2
Wir danken für Hinweise in den Medien.
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