Öffentliche Artikelquelle

E-Mail an die Redaktion

Von: Redaktion Stendal

Absender: •••@stendal.de

An: Unsere Redaktion

Betreff: PM: Startschuss für die Kommunale Wärmeplanung: Stendal treibt Wärmeplanung voran – aconium GmbH mit Umsetzung beauftragt

Pressemitteilung vom: 07.05.2025 Startschuss für die Kommunale Wärmeplanung: Stendal treibt Wärmeplanung voran – aconium GmbH mit Umsetzung beauftragt Die kommunale Wärmeplanung der Hansestadt Stendal beginnt: Nachdem per Ratsbeschluss die Umsetzung der Kommunalen Wärmeplanung für Stendal beschlossen wurde, konnte im Rahmen des Vergabeverfahrens der Dienstleister aconium GmbH damit beauftragt werden, die Wärmeplanung zu erstellen. Die Erarbeitung erfolgt in Partnerschaft mit der digikoo GmbH und in enger Abstimmung mit der Hansestadt Stendal. Ein Auftakttreffen zwischen der Stadt und der Dienstleisterin hat bereits stattgefunden und die Erstellung der Wärmeplanung wird in den kommenden Monaten umgesetzt. Die Bedeutung der Kommunalen Wärmeplanung für die Hansestadt Stendal ist hoch: Ziel der Wärmeplanung ist es, den für Stendal besten und kosteneffizientesten Weg zu einer klimafreundlichen und zukunftstauglichen Wärmeversorgung zu ermitteln. Die Planung bietet Bürger*innen und Unternehmen in der Stadt Orientierung und Planungssicherheit. Mit der Kommunalen Wärmeplanung wird das Fundament gelegt, auf dem im zweiten Schritt mit der Erarbeitung konkreter Lösungen und Maßnahmen aufgebaut werden kann, um die Wärmeversorgung in Stendal neu zu gestalten und bis 2040 treibhausneutral zu machen. Bis zum vierten Quartal 2025 soll die kommunale Wärmeplanung für Stendal nach den Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes erarbeitet werden. Dieser Zeitrahmen wird durch einen bestehenden Förderbescheid vorgegeben, der die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung in vollem Umfang fördert. Das Wärmeplanungsgesetz verpflichtet die Hansestadt Stendal, bis spätestens 30. Juni 2028 eine erste kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Für das Gelingen des Projektes ist die Einbindung der Bürger*innen, der Politik, der Industrie, Gewerbetreibenden, Handels- und Dienstleistungsunternehmen, der Wohnungswirtschaft sowie weiterer Institutionen, Behörden und Träger öffentlicher Belange entscheidend. Daher werden in den kommenden Wochen die verschiedenen Akteure von der Stadt zu einem Austausch über das zukünftige Heizen in Stendal eingeladen. Zur Information der Öffentlichkeit wird es im Herbst 2025 eine Veranstaltung geben, über welche die Stadt rechtzeitig informieren wird. In fünf Schritten zur Kommunalen Wärmeplanung Die Erstellung der Kommunalen Wärmeplanung lässt sich in einen fünfstufigen strategischen Prozess gliedern: 1. Eignungsprüfung: · Untersuchungsgebiete festlegen · erste Einschätzung zu Teilgebieten von netzgebundener oder dezentraler Wärmeversorgung 2. Bestandsanalyse: · Aufbereitung und ggf. Erhebung von Daten zu Energieverbrauch, Wärmebedarf und bestehenden Wärmeversorgungstechnologien der Gebäude/Quartiere 3. Potenzialanalyse: · Untersuchung lokal geeigneter erneuerbarer Wärmequellen, wie Solarthermie, Umweltwärme (Boden, Wasser, Luft) und nutzbare Abwärme · Fokus auf Gebäudesanierung zur Verringerung des Wärmebedarfs 4. Entwicklung von Zielszenarien: · Zusammenführung der Ergebnisse aus Bestands- und Potenzeilanalyse · Ermittlung zukünftiger Wärmebedarfe des Gebäudebestands und mögliche klimaneutrale Wärmeversorgungstechnologien · Identifizierung von Wärmeversorgungsgebieten mit ihren jeweiligen Wärmeversorgungsarten 5. Umsetzungsstrategie: · Definition von Maßnahmen zur schrittweisen Erreichung des Zielszenarios und Dekarbonisierung der Wärmeversorgung „In der Kommunalen Wärmeplanung geht es darum, eine Handlungsstrategie zu entwickeln, deren Umsetzung wir fortan laufend überprüfen und weiterentwickeln“ erklärt Jörg Rosenlöcher, Projektleiter seitens der Hansestadt Stendal. Ziel der Kommunalen Wärmeplanung Ende 2023 hat die Bundesregierung die Pflicht zur Kommunalen Wärmeplanung gesetzlich verankert, um die Planung einer weitgehend klimaneutralen Wärmeversorgung auf den Weg zu bringen. Seit 1. Januar 2024 ist das Wärmeplanungsgesetz in Kraft, welches die Wärmeplanung und die Dekarbonisierung der Wärmenetze grundlegend regelt. Die Kommunale Wärmeplanung soll auf lokaler Ebene Lösungen und Maßnahmen entwickeln und so eine Wärmewendestrategie für das gesamte Stadtgebiet sowie geeignete Maßnahmen erarbeiten. Hierbei werden die lokalen und regionalen Gegebenheiten in der Wärmeversorgung in den Blick genommen und zukünftige Lösungen für die einzelnen Gebiete entwickelt. Oftmals sind in verschiedenen Gebieten verschiedene Verschneidungen von Technologien möglich und wirtschaftlich sinnvoll. Durch dieses zellulare Modell, mit dem man die Nutzung verschiedener Technologien nebeneinander aufzeigt, können sich die Wärmenetze gegenseitig stärken und das Netz ist gegenüber Ausfällen, Abhängigkeiten und externen Faktoren zukünftig besser geschützt. Die Erkenntnisse aus der Kommunalen Wärmeplanung sind wertvoll für die Hansestadt Stendal, Netzbetreiber und Energieversorger zur Anpassung der Energie- und Versorgerinfrastruktur. Eigentümer und Eigentümerinnen von Gebäuden erhalten Orientierungshilfe für ihre Entscheidung hinsichtlich des Einbaus nachhaltiger Wärmeanlagen. Über den aktuellen Stand und die jeweiligen Neuerungen rund um die Kommunale Wärmeplanung wird die Hansestadt Stendal regelmäßig auf ihrer Website informieren. Wir danken für Hinweise in den Medien. Mit

Anhänge