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Betreff: PM: Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung in der Hansestadt Stendal
Pressemitteilung
vom: 20.01.2026
Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung in der Hansestadt
Stendal
Am vergangenen Montag fand im Musikforum Katharinenkirche eine
Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung statt. Expert*innen
erläuterten den aktuellen Stand der Kommunalen Wärmeplanung (KWP), die
bereits im März 2026 – deutlich vor der gesetzlichen Frist – vorliegen
soll.
Oberbürgermeister Bastian Sieler eröffnete die Veranstaltung und betonte
die nationale Zielsetzung: Bis 2045 muss Deutschland weitgehend
klimaneutral sein. Dies erfordert eine grundlegende Umstellung der
Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien. „Unser Ziel ist der schrittweise
Abschied von fossilen Energieträgern. Mit der KWP schaffen wir die
Grundlage für massive Investitionen und bieten unseren Bürger*innen
Orientierung“, so Sieler.
Unterstützt wurde diese Einordnung durch Sibylle Paetow von der
Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA). Sie verdeutlichte, dass
Sachsen-Anhalt zwar noch stark von Gas und Öl geprägt sei, aber durch
Biogasanlagen und Nahwärmenetze bereits gute Grundlagen besitze. Die KWP
sei ein entscheidender Schritt zur Preisstabilität und zur Nutzung lokaler
Ressourcen, wie etwa industrieller Abwärme.
Das Projekt wird von den Unternehmen aconium und digikoo begleitet. Anna
Betz (aconium) räumte dabei mit einem häufigen Missverständnis auf: „Ein
Wärmeplan zeigt nicht starr, wie es wird, sondern wie es werden kann.“ Die
Planung sei rechtlich unverbindlich und stelle eine strategische
Empfehlung für Stadtteile dar, keine individuelle Lösung für jedes
einzelne Haus.
Thorsten Helmig von digikoo gab Einblicke in die technische Analyse. Die
Datenbasis bilden unter anderem Informationen der Stadtwerke Stendal, der
Avacon sowie anonymisierte Daten des Zensus 2022. Um den Datenschutz zu
gewährleisten, erfolgt die Darstellung in Baublöcken (Zusammenfassung von
mindestens fünf Gebäuden).
Der Status Quo in der Hansestadt Stendal:
* Wärmequellen: Aktuell dominiert Gas die Wärmeerzeugung, gefolgt von Öl
und Fernwärme.
* Herausforderung: Während der Strommix bereits zu 77 % aus erneuerbaren
Energien besteht, wird die Fernwärme in Stendal derzeit noch zu 100 %
fossil erzeugt. Hier liegt ein großes Transformationspotenzial.
* Effizienz: Die Experten hoben die Wärmepumpe als derzeit effizienteste
Lösung hervor, da sie aus einer Einheit Energie das Drei- bis Vierfache an
Wärme erzeugt.
Wie geht es weiter?
Der Entwurf des Wärmeplans für Stendal wird voraussichtlich im März 2026
fertiggestellt. Im Anschluss wird das Dokument für 30 Tage öffentlich
ausgelegt, sodass Bürgerinnen und Bürger Einsicht nehmen können. Alle fünf
Jahre wird der Plan fortgeschrieben, um auf technologische Entwicklungen
reagieren zu können.
Begleitend zur Veranstaltung konnten sich die Besucher*innen an
Thementischen bei Vertreter*innen der LENA, der Verbraucherzentrale und
der beteiligten Planungsbüros individuell beraten lassen.
Alle Details zum Prozess, den Analysen und künftigen Terminen finden Sie
unter dem folgenden Link:
https://serviceportal.stendal.de/de/kommunale-waermeplanung.html
Bilder sind zu finden unter: https://rs.stendal.de/?c=11063&k=8eb9969685
Wir danken für Hinweise in den Medien.
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