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Betreff: PM: Oberbürgermeister Bastian Sieler besucht Johanniter-Krankenhaus Stendal
Pressemitteilung
vom: 10.11.2025
Oberbürgermeister Bastian Sieler besucht Johanniter-Krankenhaus Stendal
Im Rahmen seiner regelmäßigen Unternehmens- und Wirtschaftsgespräche
besuchte Oberbürgermeister Bastian Sieler am Montag, dem 27. Oktober 2025,
das Johanniter-Krankenhaus Stendal in der Wendstraße. Begleitet wurde er
dabei von Sandra Slusarek, Wirtschaftsförderin der Hansestadt Stendal.
Krankenhausdirektor Jens Domke und Klinikmanager Karl Poersch begrüßten
den Oberbürgermeister und gaben einen umfassenden Einblick in den Alltag
desgrößten Krankenhauses der Altmark – und damit zugleich der größte
akut-Gesundheitsversorger im Norden Sachsen-Anhalts.
Mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden aus unterschiedlichsten Berufsgruppen –
von Ärztinnen und Ärzten über Pflegekräfte bis hin zu Technik, Verwaltung
und Service – sowie 357 Betten in 14 Fachabteilungen ist das
Johanniter-Krankenhaus Stendal ein zentraler Bestandteil der medizinischen
Versorgung in der Region.
Im Gespräch machte Jens Domke deutlich, dass sich das Krankenhaus – trotz
der insgesamt stabilen wirtschaftlichen Lage – in einem zunehmend
herausfordernden Umfeld bewegt. Besonders die Gewinnung von Fachkräften,
insbesondere im ärztlichen und pflegerischen Bereich, erfordert große
Anstrengungen und innovative Ansätze. „Wir erleben keine Abwanderung, aber
der Wettbewerb um gut ausgebildetes Personal ist in ganz Deutschland
groß“, so Domke.
Als positives Beispiel für regionale Kooperationen in Stendal hob er die
Zusammenarbeit mit der Hochschule Magdeburg-Stendal hervor. Studierende
arbeiten gemeinsam mit dem Krankenhaus an praxisnahen Projekten, etwa im
Bereich der Digitalisierung oder bei der Entwicklung von
KI-Unterstützungsmöglichkeiten. Auch mit der inlingua Sprachschule Stendal
besteht eine enge Partnerschaft, die insbesondere bei der Integration
internationaler Fachkräfte wertvolle Unterstützung bietet.
Ein weiteres Gesprächsthema war die Finanzierungsstruktur der
Krankenhäuser. Jens Domke erläuterte, dass die Vergütung nach dem
DRG-System (Diagnosis Related Groups) erfolgt. Dabei wird jede stationäre
Behandlung nach einem bundesweit geltenden Fallpauschalensystem
abgerechnet. „Das System ist grundsätzlich leistungsorientiert, lässt aber
kaum Spielraum für individuelle oder zusätzliche Leistungen, die über das
Abrechnungsmodell hinausgehen“, erklärte der Krankenhausdirektor.
Neben der wirtschaftlichen Planungssicherheit sei auch der
Bürokratieaufwand im Gesundheitswesen eine stetige Herausforderung – nicht
nur für die Pflege, sondern ebenso für Ärztinnen und Ärzte. Hier wünscht
sich das Haus langfristig eine Entlastung, um wieder mehr Zeit für die
eigentliche Patientenversorgung zu schaffen.
Trotz aller Herausforderungen blickt Jens Domke optimistisch in die
Zukunft: „Wir stehen wirtschaftlich solide da und sehen uns als
verlässlichen Partner in der regionalen Gesundheitsversorgung. Die
Wertschätzung für das medizinische Personal ist grundsätzlich groß – doch
durch ein mangelndes Verständnis für die Abläufe im Hintergrund kommt es
gerade in der Notaufnahme immer wieder zu Spannungen und auch zu verbalen
Ausfällen. Wünschenswert wäre, dass die hohe Anerkennung, die unsere
Mitarbeitenden in der Öffentlichkeit genießen, sich auch dort stärker im
täglichen Umgang widerspiegelt.“
Oberbürgermeister Sieler zeigte sich beeindruckt von der Größe, der
Komplexität und dem Engagement der Mitarbeitenden im
Johanniter-Krankenhaus Stendal. „Das Haus ist ein zentraler Ankerpunkt für
die medizinische Versorgung unserer Region. Ich danke allen Beschäftigten
für ihre tägliche Arbeit und ihr Engagement für die Menschen in unserer
Stadt und darüber hinaus“, so Sieler abschließend.
Bild mit Bildunterschrift:
v.l.n.r.: Sandra Slusarek (Wirtschaftförderung der Hansestadt Stendal),
Karl Poersch (Referatsleiter Pflegemanagement und -strategie der
Johanniter GmbH und Klinikmanager in Stendal), Jens Domke
(Krankenhausdirektor), Bastian Sieler (Oberbürgermeister der Hansestadt
Stendal)
Wir danken für Hinweise in den Medien.
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