Metallskulptur am Schmiedeplatz in Langenstein gesegnet

Pater Jakobus aus Ybbsitz und Pfarrerin i. R. Hannah Becker nehmen die Segnung vor

Metallskulptur am Schmiedeplatz in Langenstein gesegnet
Foto: Stadtmarketing-Jeannette-Schroeder 29Bild 1 von 3

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Auf dem Schmiedeplatz in Langenstein steht seit Kurzem ein neues sichtbares Zeichen der Freundschaft mit der österreichischen Marktgemeinde Ybbsitz. Am Montag, 10. August 2026, ist die Metallskulptur im Beisein zahlreicher Gäste aus beiden Orten feierlich gesegnet worden.

Gemeinsame Segnung durch zwei Konfessionen

Die Segnung nahmen Pater Jakobus aus Ybbsitz und Pfarrerin i. R. Hannah Becker gemeinsam vor. Nach Angaben aus Langenstein war die Idee zu dieser gemeinsamen Segnung zusammen mit den Freunden aus Ybbsitz entstanden. Dass Vertreter beider Konfessionen die Feier gemeinsam gestalteten, unterstrich den verbindenden Charakter der Veranstaltung.

Delegation aus Ybbsitz zu Gast in Langenstein

Zur Feier reiste eigens eine Delegation aus Ybbsitz nach Langenstein. Ortsbürgermeister Holger Werkmeister begrüßte unter anderem den Ybbsitzer Bürgermeister Gerhard Lueger, die geschäftsführenden Gemeinderäte Anita Eibel und Thomas Seyrl, den stellvertretenden Oberbürgermeister der Stadt Halberstadt Thomas Rimpler, den Stifter der Skulptur Wolfgang Baake mit seiner Familie sowie weitere Wegbegleiter der Partnerschaft.

Werkmeister wertete die Skulptur als weiteren wichtigen Baustein einer über viele Jahre gewachsenen Verbindung zwischen beiden Orten.

Freundschaft soll durch persönliche Begegnungen wachsen

Ybbsitz’ Bürgermeister Gerhard Lueger stellte die persönlichen Begegnungen in den Mittelpunkt. Eine Partnerschaft könne nur bestehen, wenn Menschen regelmäßig zusammenkommen, Kontakte pflegen und Freundschaften entstehen lassen. Gerade in einer zunehmend digitalisierten Welt dürfe der Mensch nicht aus dem Mittelpunkt geraten.

Lueger erinnerte zudem an den im vergangenen Jahr eingeweihten Ybbsitzer Weg in Langenstein. Dass nun mit der Skulptur ein weiteres dauerhaftes Zeichen hinzukomme, zeige, wie tief die Freundschaft inzwischen verwurzelt sei.

Auch Halberstadts stellvertretender Oberbürgermeister Thomas Rimpler hob hervor, dass die Beziehung längst über eine formelle kommunale Partnerschaft hinausgehe. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte er den Gästen ein Präsent über den Halberstädter Dom und seinen Domschatz, den er ebenfalls als Ort der Verständigung und Zusammenarbeit bezeichnete.

Stiftung als Dankeschön an den Heimatort

Eine persönliche Geschichte verbindet Stifter Wolfgang Baake mit dem Kunstwerk. Bei einem seiner Besuche in Ybbsitz lernte er den Schmied Thomas Hochstädt und dessen Arbeit kennen. Die Metallplastik habe ihn sofort begeistert. Gemeinsam mit seiner Frau Gitti entschloss er sich schließlich, das Kunstwerk Langenstein zu schenken.

Baake versteht die Stiftung nach eigenen Angaben vor allem als Dankeschön an seinen Heimatort. Er wolle Langenstein etwas zurückgeben, weil sich der Ort in den vergangenen Jahren positiv entwickelt habe und er stolz darauf sei, Langensteiner zu sein. Zugleich habe ihn die Herzlichkeit beeindruckt, die er bei Begegnungen mit den Menschen in Ybbsitz erfahren habe.

Die Skulptur verbindet bewusst Symbole von Langenstein, Ybbsitz und Europa. Den Standort auf dem Schmiedeplatz empfindet Baake als besonders passend. Unterstützung bei der Umsetzung kam zudem aus der Region: Den Betonsockel für die Metallskulptur sponserte die TSB Harz GmbH. Ortsbürgermeister Werkmeister dankte dem Unternehmen für seinen Beitrag zur Realisierung des Projekts.

Historischer Bezug zwischen den Regionen

Einen inhaltlichen Akzent setzte Pater Jakobus während der Segnung. Freundschaft und Frieden seien keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas Kostbares, das gepflegt werden müsse. Trotz der großen Entfernung zwischen Ybbsitz in Niederösterreich und Langenstein gebe es inzwischen zahlreiche persönliche Verbindungen. Entscheidend sei nicht, Unterschiede zu suchen, sondern aufeinander zuzugehen, voneinander zu lernen und das Gemeinsame zu entdecken.

Zugleich erinnerte Pater Jakobus an eine historische Verbindung: Erzbischof Wichmann von Magdeburg, der im 12. Jahrhundert zunächst Dompropst in Halberstadt gewesen war, übertrug später das Gebiet um Ybbsitz an das Stift Magdeburg – verbunden mit dem Auftrag, dort eine Kirche zu errichten und eine Pfarre zu gründen. Damit reichen die Berührungspunkte zwischen beiden Regionen viele Jahrhunderte zurück.

Begegnung auf dem Schäferhof

Nach dem offiziellen Teil nutzten Langensteiner und ihre Gäste aus Österreich die Gelegenheit, auf dem Schäferhof miteinander ins Gespräch zu kommen und die Begegnung in geselliger Runde fortzusetzen.

Die neue Skulptur auf dem Schmiedeplatz steht damit nicht nur für Kunst im öffentlichen Raum, sondern als dauerhaftes Zeichen für persönliche Begegnungen, gegenseitige Wertschätzung und die gewachsene Freundschaft zwischen Langenstein und Ybbsitz.

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