Naumburger Stollen wird am Reformationstag angeschnitten
Der erste Naumburger Stollen der Saison soll am Reformationstag, dem 31. Oktober 2026, angeschnitten werden. Um 11 Uhr zerteilen Bäckermeister Rolf Block und Oberbürgermeister Armin Müller den ein Meter langen Stollen vor der Konditorei Block am Markt 1 / Herrenstraße.
Vor dem Anschnitt erzählt eine historische Spielszene, wie Naumburg lange vor Dresdenexterner Link, öffnet ein neues Fenster zu seinem Stollen kam. Eine Urkunde im Naumburger Stadtarchiv belegt die Bezeichnung „Stollen“ erstmals für das Jahr 1329. Damals verlieh Bischof Heinrich I. von Grünberg den Naumburger Bäckern das Innungsrecht. Als Gegenleistung sollten sie dem Kirchenfürsten zu Weihnachten zwei lange weiße Brote liefern, die „Stollen“ genannt wurden. Das damalige Fastengebäck unterschied sich deutlich von der heutigen süßen Variante.
Der Naumburger Stollen wird nicht mit Rosinen, sondern mit Kirschen, Kirschwasser und Dinkelmehl gebacken. Bäcker Block stellt ihn seit 2012 nach dieser Rezeptur her. Die Kirschen erinnern an das Naumburger Hussiten-Kirschfest, das alljährlich am letzten Juniwochenende gefeiert wird.
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