Neue Infotafel macht Emerslebens Fürstengräber vor Ort sichtbar

Eine neue Tafel in Emersleben erinnert an zwei reich ausgestattete Fürstengräber aus dem 3. Jahrhundert, die 1941 entdeckt wurden.

Von Redaktion Halberstadt1 Min. Lesezeit

Eine neue Informationstafel erinnert in Emersleben an die Fürstengräber, die 1941 bei Arbeiten in einer Tonabbaugrube entdeckt wurden. Das Schild an der alten Eiche wurde am 13. Oktober feierlich eingeweiht und macht die Geschichte des Fundes im Ort sichtbar.

Kinder der Kita „Emerslebener Storchenkinder“ gestalteten die Tafel gemeinsam mit dem Städtischen Museum Halberstadt mit. In einem museumspädagogischen Projekt erfuhren sie, wie die Menschen vor rund 1.700 Jahren lebten und warum den beiden Bestatteten kostbare Gegenstände mit ins Grab gegeben wurden. Sie fertigten unter anderem Bilder und gestalteten goldene Armreifen.

Gräber mit kostbaren Beigaben

Die beiden außergewöhnlich reich ausgestatteten Gräber stammen aus der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts nach Christus. Die Männer gehörten vermutlich einer gesellschaftlichen Elite an. Zu den Beigaben zählten ein goldener Armring, ein Fingerring, römische Goldmünzen und wertvolles Tafelgeschirr. Die Funde gehören heute zu den bedeutenden Beständen der archäologischen Sammlung des Städtischen Museums Halberstadt.

Die wissenschaftliche Untersuchung wird gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt fortgesetzt. Ergebnisse sollen unter anderem in eine für 2028 geplante Sonderausstellung einfließen.

Bereits im August waren Originalfunde aus den Gräbern öffentlich zu sehen. Unser früherer Bericht zur Ausstellung im Städtischen Museumexterner Link, öffnet ein neues Fenster gibt weitere Einblicke in die Funde.

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